Welterbe Luthergedenkstätten

Welterbe Luthergedenkstätten

Die Lutherstätten in Mitteldeutschland sind Orte der Reformation und damit Orte eines der bedeutendsten Ereignisse der religiösen und politischen Weltgeschichte.

Als authentische Schauplätze des Lebens Martin Luthers und der Reformation bezeugen die Lutherstätten das architektonische, wirtschaftliche, politische, geistliche, wissenschaftliche, künstlerische und soziale Milieu der Reformationszeit. Ihre außergewöhnliche Bedeutung reicht weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Im Dezember 1996 hat die UNESCO die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg als Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Die Gebäude repräsentieren „einen bedeutsamen Abschnitt in der menschlichen Geschichte“ und sind „als authentische Schauplätze der Reformation von außergewöhnlich universeller Bedeutung“, so die Begründung.

Die Luthergedenkstätten gehören zu den frühesten Museen in Deutschland, die einer Person, ihrem Wirken und Nachleben gewidmet sind. Luthers Geburtshaus ist seit 1693 Gedenkstätte, im Sterbehaus wurde 1892 bis 1894 ein Museum eingerichtet. Das Lutherhaus, in dem Luther mit seiner Familie bis zu seinem Lebensende lebte, war schon bald nach Luthers Tod Ziel von Besuchern. So wurde die Lutherstube bereits 1655 als „Museum Lutheri“ bezeichnet. 1883 wurde das ganze Haus zum Museum.

Eine weitere wichtige Erinnerungsstätte der Reformation ist das Melanchthonhaus, das ehemalige Wohnhaus des Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon, das nahezu unverändert erhalten geblieben ist. Melanchthon lebte und wirkte fast 42 Jahre in Wittenberg, so lange, wie kein anderer Reformator. Darüber hinaus zählen die Wittenberger Stadtkirche St. Marien, die Predigtkirche Martin Luthers, und die Schlosskirche mit der Thesentür und den Gräbern der beiden Hauptreformatoren zum Weltkulturerbe der UNESCO.